Gemeinsam gegen die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke
Nicht nur in Altlußheim ist die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke sehr wichtig, da sich die invasive Art entlang des Oberrheins massiv ausgebreitet hat. Da die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) allein die flächendeckende Ausbreitung in privaten Gärten kaum stoppen kann, wird auf die Mithilfe der Bürger gesetzt.
Nachstehend haben wir konkrete Maßnahmen aufgelistet, die zur Bekämpfung der Mücken entscheidend sind:
1. Unterstützung durch die Gemeinde:
- Kostenlose BTI-Tabletten: Im Bürgerbüro im Bürgerhaus, Rathausplatz 2, können Sie kostenlos BTI-Tabletten abholen. Diese enthalten ein biologisches Eiweiß eines Bodenbakteriums, das gezielt Mückenlarven abtötet, für Menschen, Haustiere und Bienen jedoch harmlos ist.
- Informationsmaterial: Flyer mit detaillierten Anleitungen zur Identifizierung und Brutstättenvermeidung liegen ebenfalls im Bürgerbüro aus.
2. Vermeidung und Entfernung der Brutstätten:
Die Tigermücke ist "ortstreu" und fliegt meist nicht weiter als 100 bis 200 Meter. Wenn Sie im Garten gestochen werden, liegt die Brutstätte höchstwahrscheinlich bei Ihnen oder Ihren direkten Nachbarn.
- Vermeiden & Beseitigen: Alles, was auch nur kleinste Mengen Wasser sammeln kann, sollte entfernt oder umgedreht werden (Blumentopfuntersetzer, Eimer, Kinderspielzeug, Gießkannen).
- Sicheres Abdecken: Regentonnen sollten mit einem engmaschigen Netz (Maschenweite max. 2 mm) oder einem absolut dichten Deckel verschlossen werden. Einfache lose Deckel reichen oft nicht aus.
- Wöchentliches Leeren: Gefäße wie Vogeltränken oder Hundenäpfe sollten mindestens einmal pro Woche komplett geleert und mechanisch gereinigt (ausgewischt) werden, um am Rand klebende Eier zu entfernen.
- Problemstellen behandeln: Wasserstellen, die man nicht entleeren kann (z. B. Gullys, Entwässerungsrinnen, Sonnenschirmständer), sollten regelmäßig mit den BTI-Tabletten behandelt werden.
3. Monitoring und Meldung:
- Verdachtsfälle melden: Wenn Sie eine Mücke sehen, die kleiner als eine Ein-Cent-Münze ist und auffällige weiße Streifen an den Beinen sowie einen weißen Längsstreifen auf dem Rücken hat, fangen Sie diese (vorsichtig plattdrücken) und senden Sie ein Foto an die KABS oder geben Sie die Information an das Rathaus weiter.
Eine erfolgreiche Bekämpfung funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Schon eine einzige vergessene Regentonne kann ausreichen, um die Plage für alle umliegenden Häuser aufrechtzuerhalten.
Ansprechpartner für Fragen zur Bekämpfung der Mückenplage ist das Amt für Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung im Bürgerhaus, Rathausplatz 2. Informieren können Sie sich auch bei der KABS in Speyer (www.kabsev.de/tigermuecke). Dort können auch Checklisten und Informationsmaterialien über die Tigermückenbekämpfung abgerufen werden.




