Gemeinsam gegen die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke
Mit den steigenden Temperaturen beginnt nicht nur die Gartensaison, sondern auch die Aktivität der invasiven Asiatischen Tigermücke. Um eine weitere Ausbreitung des Insekts und die damit verbundene Belästigung sowie potenzielle Gesundheitsrisiken zu minimieren, bittet die Gemeinde alle Bürgerinnen und Bürger um aktive Mithilfe.
Warum die Bekämpfung notwendig ist
Die Tigermücke ist nicht nur deutlich aggressiver als heimische Mückenarten, sondern auch tagaktiv. „Ihre Ausbreitung mindert die Lebensqualität im Freien erheblich“, so das Ordnungsamt der Gemeinde. „Zudem ist sie theoretisch in der Lage, tropische Krankheitserreger wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus zu übertragen. Auch wenn das Infektionsrisiko in Deutschland derzeit noch als gering eingestuft wird, ist eine konsequente Eindämmung der Population die beste Vorsorge.“
Brutstätten konsequent vermeiden
Die Tigermücke ist ein „Behälterbrüter“. Sie benötigt für ihre Eier keine großen Seen, sondern kleinste, stehende Wasseransammlungen. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt daher folgende Maßnahmen:
- Wasserstellen beseitigen: Gießkannen, Eimer, Blumenuntersetzer oder Spielzeug sollten umgedreht oder unter Dach gelagert werden, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann.
- Regentonnen sichern: Decken Sie Regentonnen lückenlos mit feinen Moskitonetzen ab. Ein einfacher Deckel reicht oft nicht aus, da die Mücken durch kleinste Ritzen schlüpfen.
- Wöchentliche Reinigung: Vogeltränken oder sonstige Behältnisse sollten mindestens alle fünf Tage geleert, gereinigt und frisch befüllt werden.
- Dachrinnen prüfen: Verstopfte Dachrinnen sind ideale Brutstätten und sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Biologische Bekämpfung
In bereits betroffenen Gebieten setzt die „Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage“ (KABS) auf biologische Mittel wie den Wirkstoff BTI (Bacillus thuringiensis israelensis), der gezielt Mückenlarven abtötet, für Menschen, Haustiere und andere Insekten wie Bienen jedoch harmlos ist. Die Bürgerinnen und Bürger können BTI-Tabletten kostenlos im Bürgerbüro im Bürgerhaus, Rathausplatz 2, beziehen.
Bürger, die eine auffällig schwarz-weiß gemusterte Mücke entdecken, werden gebeten, ein Foto mit Angabe des Fundortes an die Gemeindeverwaltung oder direkt an die KABS zu melden.




