Bürgermeister Uwe Grempels feierlich für die neue Amtszeit verpflichtet
Einziger Tagesordnungspunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstag war die Verpflichtung des wiedergewählten Altlußheimer Bürgermeisters Uwe Grempels. In seiner Eigenschaft als erster Bürgermeisterstellvertreter begrüßte Gemeinderat Friedbert Blaschke die sehr zahlreich erschienen Gäste in der Rheinfrankenhalle. Viele Bürgerinnen und Bürger, viele Vereinsvertreter und auch Oberbürgermeister- und Bürgermeisterkollegen waren gekommen, um Uwe Grempels zu gratulieren und Respekt zu zollen. Schnell war der erste und einzige Tagesordnungspunkt, die Verpflichtung, erledigt, in dem Uwe Grempels die Verpflichtungsformel sprach und von Friedbert Blaschke die Bürgermeisterkette umgelegt bekam. Der Musikverein unter der Leitung von Robert Sommer umrahmte die Feier mit einigen Liedern. Es gab Blumen für Ehefrau Claudia Grünwald und in schneller Reihenfolge wechselten sich die Gratulanten mit Grußworten ab. Als Vertreter des gesamten Altlußheimer Gemeinderates sprach Richard Schmitt. Er lobte die gute und sachliche Zusammenarbeit und betonte, es sei heuer „ein guter Tag für Altlußheim“. Allerdings sehe er in der Wiederwahl auch eine große Aufgabe für die nächsten acht Jahre. „Wir sind in Altlußheim noch nicht fertig“, schmunzelte er Uwe Grempels zu.
Für den Rhein-Neckar-Kreis kam der 1. Landesbeamte, Stefan Hildebrandt. Er betonte in seine Rede, dass eine erneute Wahl mit 98 % in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist und daher freute es ihn umso mehr, hier zu gratulieren. In Altlußheim herrsche eine erfreuliche Finanzlage, dafür sprach er Lob aus, ebenso für kluge Investitionen. Hier fasste Hildebrandt die Anschaffungen und Neubauten in den letzten acht Jahren zusammen. Für die HORAN-Gemeinden trat Hockenheims Oberbürgermeister Marcus Zeitler ans Mikrofon. „Wir alle sind froh, Uwe Grempels an unserer Seite zu haben“, sagte er. Er habe Respekt und Achtung vor dem Amt und den Menschen und auch vor dem Ehrenamt. Er freue sich jedenfalls auf die weitere Zusammenarbeit. Es wurde viel geschmunzelt und die Lacher ganz auf seiner Seite hatte der Bürgermeister der Partnergemeinde Gersdorf in Sachsen, Erik Seidel. „Meine Frau ermahnte mich, sprich Hochdeutsch!“ Das ist ihm recht gut gelungen in seiner herzlichen Rede. „Deine Bürger stehen hinter dir“, freute er sich für den Kollegen mit. Unbedingt solle die Partnerschaft wieder mehr belebt und vertieft werden, dafür würde er alles tun, was in seiner Macht stünde. Als Geschenk hatte er nicht nur Gersdorfer Bier mitgebracht, sondern auch ein Räuchermännchen mit beruhigendem Inhalt, zur Stressresistenz. Von Personalrätin Jennifer Triebskorn und Sekretärin Annette Schmidt gab es als Geschenk einen Zapfhahn und einen Hammer zum Bierfaß-Anschlagen. Jennifer Triebskorn lobte die offene Zusammenarbeit mit dem Rathauschef, ganz nach dem Motto „miteinander statt gegeneinander“. Den Abschluss machte Feuerwehrkommandant Thorsten Lehrenkrauß, der die stets gute Zusammenarbeit und auch das offene Ohr von Uwe Grempels zu schätzen wusste. Er und sein Stellvertreter Kevin Wetzler hatten einen Feuerwehrhelm als Geschenk dabei, den Grempels gleich mal aufprobierte.
Alle Redner sprachen sehr positiv und auch das Publikum war bester Laune und es herrschte eine aufgeschlossene, großartige Stimmung in der Halle. Uwe Grempels selbst betonte in seiner Rede, dass das Wahlergebnis für ihn eine klare Aufgabe sei. Er lobte die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und dankte seinen Mitarbeitern in der Verwaltung. Aber sein Dank galt auch all den engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die in Vereinen und Organisationen ein Gemeindeleben bunt und lebendig machten. Letztlich galt sein Dank seiner Frau Claudia und seinen Kindern, die oft auf ihn verzichten mussten, aber immer hinter ihm gestanden haben und er auf ihre Unterstützung zählen konnte. Grempels wandte sich der Politik zu und betonte, dass diese nicht nur in Berlin oder Stuttgart gemacht würde. In den kleinen Städten und Gemeinden zeigt es sich, ob sie funktioniert. An kommunalen Aufgaben zählte er ärztliche Versorgung, Kindergärten und Schulen sowie Feuerwehr, Straßeninstandhaltung und noch vieles mehr auf. In Kommunen wie Altlußheim arbeiten viele Menschen daran, die Realität zu gestalten. Hier wird Politik und Demokratie gelebt und umgesetzt und nicht nur diskutiert. Gempels betonte die Wichtigkeit, diese Demokratie zu leben und zu verteidigen. Es gäbe viele Aufgaben zu meistern und er mahnte auch nach „oben“, die Kommunen nicht allein zu lassen und alle Verantwortung nach „unten“ abzugeben. Grempels sprach die politische Kultur an, wo viele Menschen ein wachsendes Unbehagen spüren. Diese Strömungen müssten sehr ernst genommen werden. Demokratie lebe von Vertrauen, Interesse, Beteiligung und Vertrauen enstehe dort, wo Akteure mit Anstand Respekt und Verantwortung handeln. Haltung bewahren und Zusammenarbeit statt Lagerdenken, dafür setze er sich auch in Zukunft ein, so Grempels. Der AGV Frohsinn intonierte zusammen mit dem Musikverein das Stück „Ein lebenlang an deiner Seite“ und Friedbert Blaschke schloss die Gemeinderatssitzung. Alle zusammen sangen das „Badner Lied“ und Bürgermeister Uwe Grempels lud gutgelaunt zum anschließenden Umtrunk ein, wo viel Gelegenheit war, sich untereinander auszutauschen. (Text Marion Brandenburger / Bilder Bernhard Brandenburger)



















