Familienabend der Altlußheimer Feuerwehr
Die Feuerwehr Altlußheim hatte am Samstag zum gemütlichen Familienabend ins Emil-Frommel-Haus eingeladen. Auf dem Programm standen neben geselligem Beisammensein jede Menge Ehrungen und Beförderungen, die an diesem Abend einen würdigen Rahmen fanden. Nach dem gemeinsamen Essen begrüßte Kommandant Thorsten Lehrenkrauß dann auch ganz offiziell die Gäste und fasste in seiner erfreulich kurzen Ansprache sowohl Positives wie auch Kritisches kurz zusammen. Das Positive überwog tatsächlich und wo viele Menschen und Generationen zusammenkommen, da menschelt es halt auch mal. Lehrenkrauß lobte den Zusammenhalt und das technische Knowhow der Truppe, die nur drei Tage vorher meisterlich die jährliche Hauptübung absolviert hatte. Auch Bürgermeister Uwe Grempels ließ das Jahr Revue passieren und bezeichnete es als eher ruhiges Jahr. Im Sinne der Feuerwehr heißt das, es gab keine größeren Katastrophen, wie Hochwasser, Starkregen oder schwere Brände. Die Einsätze waren eher bei ausgelösten Brandmeldeanlagen zu finden, Verkehrsunfälle oder Hilfeleistungen für Notdienste sowie Wachdienste. Grempels betonte, wie viel private Zeit die Aktiven in die Feuerwehr investieren, welchen psychischen und physischen Belastungen sie ausgesetzt sind und wie hoch ihre Bereitschaft für Aus- und Weiterbildung ist. „Die Gemeinde stellt Fahrzeuge und Technik zur Verfügung, aber nur die Einsatzkräfte mit ihrem Engagement machen den Schutz der Bevölkerung möglich“, fasste Uwe Grempels zusammen. Sein Dank galt auch den Ehepartnern und Familien, die im Hintergrund mit viel Verständnis agieren und die Gemeinschaft tragen. „Kommen Sie bitte immer gut und gesund von den Einsätzen nach Hause“, wünschte der Bürgermeister am Ende seiner Rede. Nun war es Zeit für die Beförderungen und so konnte Kommandant Lehrenkrauß Norman Avemaria, Bastian Zahn und Damian Burda zum Feuerwehrmann ernennen. Weiter ging es mit Patrick Pflüger und Patrick Goos, die sowohl zum Zugführer wie auch zum Brandmeister befördert wurden. Oft sind in der Altlußheimer Feuerwehr mehrere Generationen zu finden, so auch die Söhne von Kommandant Thorsten Lehrenkrauß. Zum Truppführer und Oberfeuerwehrmann wurde Noah Lehrenkrauß ernannt, Mike Bierlein und Alexander Gund haben ab sofort den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann.
Für die Dienstzeit von 25 Jahren wurden Timo Bierlein und der stellvertretende Kommandant Kevin Wetzler ausgezeichnet. Zu jedem hatte Thorsten Lehrenkrauß kleine Anekdoten zu erzählen, die für viel Geschmunzel im Publikum sorgten. „Wer weiß, dass Kevin Wetzler früher sehr erfolgreich Kart gefahren ist und auch Preise gewonnen hat, der wundert sich nicht über seinen rasanten Fahrstil, wenn er ein Einsatzfahrzeug steuert. Da hält auch der Kommandant mal die Luft an“, lachte Lehrenkrauß. Für 50 Jahre aktiven Dienst wurde Friedbert Bierlein geehrt und ebenso seit 50 Jahren dabei sind Roland Stefan, Heinz Schmitt und Lothar Böhringer. Die staatlichen Ehrungen nahmen der stellvertretende Kreisbandmeister Matthias Splett und der Unterkreisführer Matthias Gerlach vor, die Urkunden vom Rhein-Neckar-Kreis und Urkunden vom Baden-Württembergischen Innenminister Thomas Stobel im Gepäck hatten. Dazu gab es für die Beförderten natürlich neue Achselklappen und zahlreiche Ehrennadeln wurden angesteckt. Glückwünsche vom Kommandanten und vom Bürgermeister folgten.
Die Altlußheimer können sehr froh sein über eine tolle Jugendfeuerwehr und auch die „Flämmchen“, die allerjüngsten in der Truppe, sind gut aufgestellt. Jugendarbeit ist aufwändig und zeitintensiv und daher ist es umso lobenswerter, dass in der Altlußheimer Wehr sich eine Gruppe sehr großartig um den Nachwuchs kümmert. Alexandra Jeck von der Kreisjugendfeuerwehr ehrte daher Jochen Müller, Nadine Wetzler, Andreas Pfisterer, Mike Bierlein und Niklas Kief für ihre Arbeit. Hier gehört auch Alexandra Pohl hinzu, die sich sehr für die Jugend engagiert und von Thorsten Lehrenkrauß für ihre Tätigkeit in der Feuerwehrseelsorge Rhein-Neckar besonders hervorgehoben wurde. Stellvertretend nahm Jeck auch die Ehrungen für den Unterkreis vor. Jugendleiter Justin Müller dankte in seiner Ansprache den Kollegen, die die Jugendarbeit unterstützen und bat die Jugendfeuerwehr auf die Bühne. Mit großem Applaus des Publikums wurden die Jugendlichen für das Bestehen der Jugendflamme I und II gewürdigt. Amy Auer wurde per Handschlag vom Kommandanten in die aktive Wehr übernommen. Das Strahlrohr des Jahres für besonderes Engagement in der Jugend erhielten Liam Lehrenkrauß und Robin Müller. Ein besonderes Lob des Jugendleiters gab es für die stete Eigeninitiative der Beiden. Für die Jungendfeuerwehr ergriffen Liam Lehrenkrauß und Nadia Baumann das Wort. Sie dankten ihren Betreuern für die investierte Zeit und für die vielen Aktionen und hatten für alle ein T-Shirt bedrucken lassen, das sie jedem überreichten. Nach so vielen Ehrenbekundungen schloss Thorsten Lehrenkrauß den Programmpunkt und leitete über zum gemütlichen Teil des Abends mit Musik. Pfarrerin Eva Weisser hatte auch noch ein abschließendes Wort und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dankte für die guten Gespräche und wünschte allen in der Wehr Gottes Segen. mb






