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Meldung vom 26.06.2017:

Informationsveranstaltung im Bürgerhaus am 21.06.2017

Anwohner fordern mehr Schutz gegen Fluglärm

Das Thema Fluglärm wird seit mehreren Monaten in Altlußheim wieder verstärkt diskutiert. Anwohnerinnen und Anwohner klagen vermehrt über unzumutbaren Lärm durch den Flugbetrieb vom Flugplatz Speyer, insbesondere an den Wochenenden, und fordern mehr Ruhe und die Einhaltung der vorgegebenen Platzrunden. Um einer für alle akzeptablen Lösung näher zu kommen, hatte die Gemeinde Altlußheim die Bevölkerung wie auch die Beteiligten dieser Tage zu einem Informationsabend in das Bürgerhaus eingeladen.

An der Gesprächsrunde teilgenommen haben Roland Kern, Geschäftsführer des Flugplatzes in Speyer, Jürgen Mähringer, Vorsitzender des Sportfliederclubs Hockenheim, Vorsitzender Michael Greten und Fluglehrer Peter Sprenger vom Sportfliegerclub Schwetzingen (Herrenteich). Bürgermeister Hartmut Beck freute sich, dass es alle möglich gemacht hätten, an der Informationsrunde teilzunehmen. Ziel des Gespräches sei es, die unterschiedlichen Interessen und Wahrnehmungen darzulegen, auch die rechtliche Seite zu erörtern. Wichtig sei ihm, dass beide Seiten miteinander sprechen würden und nicht nur übereinander.

Roland Kern informierte, dass in Speyer der Schwerpunkt auf dem Geschäfts- und Werkverkehr liege. Er verwies somit auch auf die wirtschaftliche Seite. So machten die Flüge von Firmen oder für Firmen nahezu die Hälfte der Einnahmen aus, seien aber lediglich zu sechs Prozent an den Flugbewegungen beteiligt. Zugenommen hätten in der jüngeren Vergangenheit die Starts und Landungen von Klein- und Ultraleichtflugzeugen. Von den Zuhörern wurde in diesem Zusammenhang bemängelt, dass für Gyrocopter und Tragschrauber, also für Ultraleichtflugzeuge, eine Anwendung der Landeplatzlärmschutzverordnung nicht möglich sei da diese von der Verordnung nicht erfasst seien. Auch auf die oftmals schlechte Einhaltung der Platzrunden wurde von den Besuchern verwiesen. Kern verdeutlichte, dass die Platzrunde als ein um den Flugplatz gelegtes imaginäres Rechteck zu verstehen sei, dessen westliche Längsseite die Startbahn überlagert. Kommt ein fremder Flieger werde die Platzrunde genutzt, um das Flugzeug einzupendeln und sich auf die Landung vorzubereiten. Auch Flugschulen würden oft Platzrunden drehen, um mit den angehenden Piloten das Starten und Landen zu üben. Der Speyerer Flughafen würde jedoch sehr genau darauf achten, dass die Regeln und die Start- und Landezeiten eingehalten werden. Bei gemeldeten Verstößen würden entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Sie seien jedoch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. „Wenn über der Ortschaft die Kennung des Flugzeugs mit bloßem Auge gelesen werden könne, fliege dieses wahrscheinlich zu niedrig“, so der anwesende Fluglehrer Peter Sprenger. Kern forderte die Zuhörer auf, sofort Verstöße gegen die Einhaltung der Platzrunde zu melden. Am besten mit der Kennung des Flugzeuges, mindestens jedoch mit der Uhrzeit. Er stellte klar, dass er und seine Mitarbeiter auf die Einhaltung der bestehenden Vorschriften achten müssten, die Politik für diese Vorschriften zuständig sei. Kern betonte, dass die Flughafen GmbH sehr bemüht sei, wo immer möglich, für Verbesserungen zu sorgen. So seien bereits die Flugrouten so gelegt, dass möglichst nahe am Rhein geflogen werde, ohne die Flugverbotszone über der Speyerer Raffinerie zu verletzen. Flüge über dem Dombereich und dem Freibad seien zu vermeiden, ebenso über Oberhausen, Rheinhausen und Altlußheim. Er könne die Platzrunde überwachen und kontrollieren, dafür sei der Betreiber auch zuständig. Verstößen außerhalb der Platzrunde nachgehen dürfe er nicht, dies liege nicht in seinem Zuständigkeitsbereich. Auch die Landegebühren auf den Flugplatz seien angepasst worden, um die Zahl der Flugbewegungen überschaubar zu halten.

Jürgen Mähringer vom Sportfliederclub Hockenheim betonte, das in Hockenheim fast ausschließlich dort stationierte Flugzeuge starten und landen würden. Auch würden die Piloten die Platzrunde kennen und nicht von dieser abweichen. „Bei Annäherung an die Speyerer Platzrunde würden sich unsere Piloten ja selbst gefährden“, so Mähringer, und schloss somit eine Lärmbelästigung, ausgehend vom Hockenheimer Sonderlandeplatz aus. Eine Belästigung durch Fluglärm vom Sportfliegerclub Schwetzingen, Herrenteich, schloss deren Vorsitzender Michael Gräten ebenfalls aus.

Es gibt große unterschiedliche Interessen. Die Bevölkerung will Ruhe am Wochenende, die Piloten ihrem Hobby nachgehen, auch vorwiegend am Wochenende. Das Gespräch hat gezeigt, dass die Anwohner wohl weiter mit zunehmendem Fluglärm leben müssen. Überflüge und Fluglärm insbesondere an Wochenenden können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Speyer ist der Flugplatz der Metropolregion. Wegen der vielen Dax-Unternehmen ist der Flugplatz in der Vergangenheit immer wieder ausgebaut und erweitert worden, er muss wohl auch an die Gewinnzone herangeführt werden. Lösungen zum Schutz der Bevölkerung vor übermäßigem Flugbetrieb und damit auch Fluglärm, insbesondere vor dem Hintergrund des prosperierenden Speyerer Flugplatzes, kann nur über die Politik erfolgen. Die Diskussion hat zumindest dazu beigetragen, die Kenntnisse interessierter Anwohner zu erweitern, um dadurch die Diskussion über den Fluglärm in der Bevölkerung weiter zu versachlichen.


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